Grüne Gärten waren gestern - wenn der eigene Garten zum Extremstandort wird



Wer kennt es nicht, die ersten Sonnenstrahlen nach dem Winter machen glücklich. Doch was, wenn das zum Dauerzustand wird? Es ist warm und sonnig, seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. In Bregenz und den Hofsteig Gemeinden beträgt die Abweichung vom mittleren Niederschlag rund 97%. Im dreißigjährigen Mittel beträgt der Niederschlag im März 65 mm, im diesjährigen März fielen bisher 2 mm.

An Bäumen und Sträuchern knistern noch vertrocknete Blätter vom Herbst und die austreibenden Pflanzen recken durstig ihre Triebe. Auch für Privatgärten hat die Trockenheit Folgen, der Klimawandel macht sich auch hier bemerkbar. Gerade im März brauchen viele Pflanzen besonders viel Feuchtigkeit, weil sie austreiben und das Wachstum beginnt. Doch die vergleichsweise hohen Temperaturen am Tag fördern zusätzlich (zur bestehenden Trockenheit) die Verdunstung. Bereits jetzt müssen Pflanzen bewässert werden. Im besten Fall aus Brunnen und Zisternen, die Regenwasser auch über längere Zeiträume speichern. Besonders immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer, Thuja oder Buchsbaum sind durstige Gartenbewohner. Sie sind sehr beliebt, da sie auch im Winter Sicht Schutz bieten und relativ pflegeleicht sind. Hier bietet sich auf lange Sicht an, auf einheimische Gehölze zu wechseln. Diese kommen auch mit Trockenheit klar: z.B. Eibe, Weißdorn oder Lorbeer. Es ist sinnvoll, den eigenen Garten nach dem Vorbild der Natur anzulegen und möglichst diverse, standortangepasste Pflanzen zu verwenden. So benötigt der Garten weniger Pflege und Wasser und die ökologische Vielfalt wird gefördert.

Ein chinesisches Sprichwort sagt: Die Geduld ist die Tugend der Gärtner. So trocken und wüstenartig der März auch war, das nächste Nordatlantik Tief kommt bestimmt.

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