Was wenn’s heiß(er) wird?
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Ein globales Sytem
Im Pazifik hat sich die Meeresströmung gedreht. Dieses Phänomen heißt El Nino und tritt in unregelmäßigen Abständen auf, im Schnitt alle vier Jahre. Dieses Jahr ist es wieder soweit. Für die Pazifikstaaten bedeutet dies, dass durch die abgeschwächten Passatwinde der kalte Humboldtstrom ebenfalls schwächer wird. Dadurch erwärmen sich die Gewässer vor Südamerikas Küste und die Durchmischung stoppt. Durch die Erwärmung kommt es zu mehr Verdunstung, was zu mehr Wolkenbildung und im Endeffekt zu mehr Niederschlag an der Küste (vor dem Gebirge - den Anden) kommt.
Das mag im ersten Augenschein für uns in Mitteleuropa egal sein. Doch verursacht El Nino nicht nur zu ökologischen und wirtschaftlichen Schäden in Südamerika, sondern führt global zu höheren Durchschnittstemperaturen.
Die aktuelle Hitzewelle ist ein Ergebnis verschiedener Faktoren, El Nino ist eines davon. Erst im Juni 2026 hat die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) ihr jährliches Hitze-Mortalitätsmonitoring veröffentlicht.

Zur Einordnung hat es im Jahr 2025 knapp 400 Verkehrstote gegeben. Also sind ähnlich viele Personen im Verkehr umgekommen, wie durch den Einfluss von Hitze.
Wie kann man Gesundheitsbelastung bei Hitze vorbeugen?
- Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
- Leichte Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz
- Körperliche Anstrengung vermeiden
- Kühle und schattige Plätze aufsuchen → Live Hitzekarte
- Räume kühl halten → klimafittes Bauen und wohnen
- Mit Wasser abkühlen
- Ausreichend und über den Tag verteilt trinken
- Leicht verdauliche und fettarme Speisen essen
- Andere Menschen unterstützen und Hilfe anbieten
- Maßnahmen mit Arzt/Ärztin besprechen
Neben der Hitze fehlt auch der Niederschlag
Für 2025 hat die Geosphere Austria im Klimastatusbericht festgehalten, dass mit einer Durchschnittstemperatur von 7,9 °C das Jahr 2025 um 2,1 °C über dem Klimamittel von 1961–1990 lag und damit zu den acht wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen zählt.
Gleichzeitig war 2025 eines der trockensten Jahre der vergangenen Jahrzehnte: Österreichweit fiel rund 17 % weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Die Anzahl der Niederschlagstage lag in allen Höhenlagen deutlich unter dem Klimamittel. Unterhalb von 500 m gab es mit 88 Niederschlagstagen um 21 % weniger als im Mittel. Das ist der niedrigste Wert seit 1961. (Quelle: https://www.geosphere.at/de/aktuelles/news/klimastatusbericht-2025-oesterreich-erlebt-erneut-ein-sehr-warmes-und-trockenes-jahr)
Für den Frühling 2026 ergeben die Messungen eine Niederschlagsabweichung von -40%. Dies hat sich in den Bergen durch wenig Schnee gezeigt, aber auch der Bodensee zeigt sich ungewöhnlich niedrig für die Jahreszeit.

Auch wenn Hitze und Trockenheit große Herausforderungen mit sich bringen, können wir durch bewusstes Handeln und innovative Lösungen unsere Region nachhaltig schützen und stärken.
Weiterführende Links:
Gesund bei Hitze: https://www.gesundheit.gv.at/leben/umwelt/gesund-bei-hitze.html
Klimafit Gebäudeberatung: https://www.energieinstitut.at/privatpersonen/energieberatung/energieberatung-zu-neubau-und-sanierung/klimafit-gebaeudeberatung








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